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Wahljahr 2017: VEA fordert mehr Beständigkeit in der Energiewende

Der VEA kritisierte bei der gestern stattfindenden Mitgliederversammlung die fehlende Beständigkeit bei der Umsetzung der Energiewende. Wie der Verband mitteilte, leide insbesondere der deutsche Mittelstand unter den steten Novellierungen der Energiegesetze und steigenden Energiepreisen. Dadurch werde auch die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland gefährdet. Mit Blick auf die Bundestagswahl am 24. September 2017 spricht sich der VEA daher für eine Entlastung des energieintensiven Mittelstands und eine beständigere Umsetzung der Energiewende aus.

"Durch die Dezentralisierung und die Liberalisierung des Stromsektors in den vergangen Jahrzehnten wurden wichtige und notwendige Entwicklungen ermöglicht, die wir als Verband der Energieabnehmer begrüßen", erklärt August Wagner, Vorstandsvorsitzender des VEA, in seiner Rede vor den Mitgliedern. "Wir warnen jedoch gleichzeitig davor, dass diese positiven Entwicklungen durch ein Übermaß an Bürokratie, unübersichtliche Regelungen und weiter steigende Stromkosten ins Negative umschlagen."

Steigende Energiekosten, strenge bürokratische Vorgaben und die fehlende Kontinuität in der Gestaltung der Energiewende belasten insbesondere den energieintensiven Mittelstand und führen zu Planungsunsicherheiten und Investitionshemmnissen. "In vielen Branchen wird nicht mehr ausreichend investiert und reinvestiert. Als Konsequenz drohen der Substanzverlust bei Produktionsanlagen und letztlich die Schwächung des Wirtschaftsstandorts", so Wagner. Dies gefährde auch die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft über die nächsten Jahrzehnte hinaus. "Wir können nicht oft genug daran erinnern, dass Unternehmer bei Investitionsentscheidungen nicht in Legislaturperioden denken und planen, sondern in Zeiträumen von häufig mehreren Jahrzehnten", führt Wagner weiter aus.

Mit Blick auf die Bundestagswahl am 24. September 2017 fordert der VEA daher sichere und beständige Rahmenbedingungen bei der Umsetzung der Energiewende und ein Ende grundlegender Novellierungen und gesetzlicher Veränderungen im Energiesektor. Planungssicherheit und finanzielle Entlastungen in den energieintensiven Wirtschaftsbereichen seien Grundvoraussetzungen dafür, dass der Wirtschaftsstandort Deutschland auch in den kommenden Jahrzehnten seinen international guten Stand bewahren könnte.

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