Bell Deutschland

Vom Berater zum Macher

Überall dort, wo Fleisch verarbeitet wird, ist eines besonders wichtig: Leistungsfähige Kühlanlagen. Was für die Fleischerei von nebenan gilt, ist auch für Betriebe mit größerem Maßstab unerlässlich. Doch wenn der Umfang des Kühlbedarfs zunimmt,wird auch mehr Energie benötigt. Mit neun verschiedenen Standorten und einem Absatzvolumen von über 60.000 Tonnen in über 20 Ländern in Europa ist Energie und die dazugehörige Koordination für Bell Deutschland ein für den Wettbewerb wichtiges Thema. Timm Brahms arbeitet seit 2012 für das Unternehmen. Der VEA-Berater stieß damals zu einem Projektteam bei Bell Deutschland hinzu, um an drei Produktionsstandorten ein zertifiziertes Energiemanagementsystem (EnMS) nach ISO 50001 einzuführen.

"Dies war von Beginn an ein anspruchsvolles und umfangreiches Projekt, für das ich in beratender Funktion tätig war. Nach den ersten drei Standorten legten wir nach, sodass mittlerweile alle Standorte der Bell Deutschland im Zertifikat enthalten sind", resümiert Brahms. Während des Ausrollens des EnMS veränderte sich das ursprüngliche Team. "Über die Jahre gab es verschiedene Umstrukturierungen und personelle Wechsel", sagt Brahms. Der VEA-Berater blieb. Im Jahr 2016 einigten sich Bell und er dann auf ein neues, zukunftsweisendes Arrangement: Timm Brahms wurde Energiebeauftragter der Bell Deutschland. Heute umfasst sein Aufgabenfeld die "typische" Arbeit eines Energiemanagers: "Ich kümmere mich um Energiebeschaffung, Messungen im Unternehmen und energierechtliche Fragen. Außerdem natürlich weiterhin um die Zertifizierung und die Organisation interner Audits sowie von Effizienz-Team-Meetings", fasst er zusammen. "Bei Bell habe ich für dieses breite Aufgabenspektrum vor Ort eine Stellvertreterin, die mich im operativen Geschäft unterstützt."

Je komplexer die betrieblichen Strukturen sind, desto wichtiger wird externe Expertise

Den VEA-Berater zum innerbetrieblichen Energiemanager machen - dabei ergeben sich einige Vorteile auf Unternehmensseite. Als externer Vor-Ort-Berater kann Timm Brahms jederzeit auf das Spezialwissen seiner VEA-Kollegen und das Kontaktnetzwerk des Verbandes zurückgreifen und ist nicht auf langwierige Recherchewege angewiesen. In Energierechtsfragen steht Brahms die Kanzlei RITTER GENT COLLEGEN, ein Partner des VEA, zur Seite. "Je komplexer die betrieblichen Strukturen sind, desto wichtiger wird externe Expertise", betont er und verweist auf eine weitere Stärke dieser Lösung: "Es ist sehr häufig eine Herausforderung, qualifizierte Mitarbeiter für entsprechende Stellen im Bereich Energiemanagement zu finden. Genau hier kann der VEA aushelfen und diese Lücke schließen. Durch die Beauftragung eines Beraters als innerbetrieblichen Energiemanager können die Unternehmen sich das Netzwerk des Verbandes und die Expertise praktisch ins Haus holen.

"Sowohl Bell Deutschland als auch der VEA sind sehr zufrieden mit der bisherigen Kooperation." Timm Brahms schaut positiv in die Zukunft: "Es wird künftig darum gehen, die innerbetriebliche Energieverteilung noch genauer zu kennen. Das Thema Messtechnik spielt eine große Rolle. Wichtiger werden auch Energierechtsfragen. Grundsätzlich arbeiten wir auf der Datengrundlage in Kombination mit der Nachhaltigkeitsstrategie natürlich weiter daran, technische Energieeffizienzpotenziale zu finden und zu heben. Und in diesem Zusammenhang zu investieren."

Unternehmerische Verantwortung wahrnehmen und gestalten

Der Fleisch- und Wurstwaren-Produzent Bell Deutschland ist eine Tochtergesellschaft der Bell-Gruppe aus Basel.

Die Bell AG hat eine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt. Im Zentrum steht das Engagement für die Senkung der CO2-Emissionen über alle Standorte hinweg.