KRANKENHAUS BUCHHOLZ UND WINSEN GGMBH

OPTIMIERTER ENERGIEEINKAUF UND VERBRAUCH

Die krankenhauspolitischen Rahmenbedingungen haben sich in den letzten Jahren grundlegend geändert. Das Management von Krankenhäusern musste sich wandeln und modernisieren - das gilt auch für den Energiebereich. Kostengünstiger Energieeinkauf und ständige Optimierung des Verbrauchs, auch unter Zuhilfenahme innovativer Netzwerke: Das ist der Weg der Krankenhaus Buchholz und Winsen gGmbH in eine energieeffiziente Zukunft.

Dabei ist Energieoptimierung im Krankenhausverbund Buchholz und Winsen nicht nur eine Frage ökonomischer Vorteile: "Als öffentlicher Dienstleister und kommunales Krankenhaus sehen wir uns in der Verantwortung, Vorreiter bei Energieeffizienzfragen zu sein und in der Region zu einem Aushängeschild zu werden" erklärt Torsten Riemer. Er ist seit 25 Jahren technischer Leiter im Unternehmen und für alle Energiefragen verantwortlich.

Um einen möglichst kostengünstigen Energieeinkauf zu gewährleisten, nutzt die Krankenhaus Buchholz und Winsen gGmbH das Know-how des VEA. So folgte die gGmbh der Empfehlung, die benötigte Energie nicht mehr für bis zu zwei Jahre mittels Stichtagsbeschaffung, sondern zu vier verschiedenen Zeitpunkten im Jahr nach einem Tranchenmodell auszuschreiben und einzukaufen. "Im Durchschnitt erzielen wir damit die besseren Erfolge", resümiert Diplom-Ingenieur Riemer. Wann wiederum der kostengünstigste Zeitpunkt ist, dazu berät der VEA die gGmbH ebenfalls. "Allein durch diese Einkaufsersparnis können wir eine ganze Pflegestelle mehr schaffen, was vor allem unseren Patienten zugutekommt", stellt Riemer die Vorteile heraus.

"DIE GÜNSTIGSTE ENERGIE BLEIBT IMMER NOCH DIE, DIE MAN NICHT VERBRAUCHT."

Erklärtes Ziel der gGmbH ist es daneben, in den kommenden fünf Jahren den Energieverbrauch um 15 Prozent zu reduzieren. Ein ambitioniertes Ziel - für Riemer jedoch elementar: "Angesichts der derzeit niedrigen Strompreise ist man vielleicht versucht, sich nur an den Betriebskosten zu orientieren. Das wäre jedoch ein Fehler, denn die Preise können jederzeit wieder steigen. Den Verbrauch nachhaltig zu reduzieren, ist daher von besonderer Bedeutung. Die günstigste Energie bleibt immer noch die, die man nicht verbraucht."

"ANDERE PERSPEKTIVEN KENNENLERNEN UND SICH FÜR DEN EIGENEN BETRIEB INSPIRIEREN LASSEN"

Dafür werden innovative Wege gegangen: So schloss sich die Krankenhausgemeinschaft im März 2016 gemeinsam mit acht weiteren Unternehmen zum REGINEE Hannover zusammen. "Die Netzwerktreffen finden drei Mal jährlich in wechselnden Unternehmen statt. Das bietet uns die Möglichkeit, andere Perspektiven kennenzulernen und sich für den eigenen Betrieb inspirieren zu lassen", erklärt Riemer. Er schätzt den Austausch mit den Fachkollegen und kann auch bereitserste Erfolge verbuchen: "Wir haben durch das Netzwerk für unsere Krankenhäuser ein System entdeckt, mit dem wir effizienter einsparen können."

Einen weiteren wichtigen Baustein hin zu einem energieeffizienteren Unternehmen sieht Torsten Riemer auch bei den eigenen Mitarbeitern. Er setzt auf gezielte Mitarbeiterschulungen für einen energieschonenden Arbeitsalltag. Dabei ist für den zertifizierten Energieberater klar: Kosten sparen - ja, aber nicht um jeden Preis: "Beim medizinischen Geräteeinkauf steht ganz klar das Wohl der Patienten im Fokus, da zählt die Energieeffizienz nicht."

UNTERNEHMENSPROFIL

Die Krankenhaus Buchholz und Winsen gemeinnützige GmbH ist im Jahr 1999 aus den beiden Kreiskrankenhäusern Buchholz und Winsen hervorgegangen. Buchholz blickt auf eine über 60-jährige Geschichte zurück und ist mit seinen 275 Planbetten zur Akutversorgung der größte Arbeitgeber in der Stadt. Das Kreiskrankenhaus Winsen wurde 1974 eröffnet und stellt heute 235 Planbetten - ebenfalls zur Akutversorgung - zur Verfügung. Bis zum heutigen Tage sind beide Krankenhäuserimmer wieder erweitert und modernisiert worden.

Das Unternehmen widmet sich Umweltschutz und Energiemanagement übrigens auch in seinem Leitbild: "Bei der Beschaffung achten wir darauf, dass unsere Quellen nicht unerschöpflich sind. Schonende Verfahren bei der Produktherstellung sind uns wichtig. Entsorgung heißt für uns, die Umwelt nicht mehr als unumgänglich zu belasten."