PharmLog Pharma Logistik GmbH

Kühle Lösungen für heiße Zeiten

Der Sommer 2015 war einer der heißesten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Darüber sind sich Meteorologen einig. Für Frank Bittner aber war es ein Sommer wie jeder andere - zumindest in seinem Job als technischer Leiter bei der PharmLog Pharma Logistik GmbH im nordrhein-westfälischen Bönen. Denn Bittner sorgt nicht nur für den reibungslosen Betrieb der Anlagen wie etwa der vollautomatischen Hochregal- oder Kühllager. Er hat auch deren Energieverbrauch im Blick. "Die Hitze des vergangenen Sommers hat nur minimale Abweichungen bewirkt. Da kann man fast eine Schablone drüberlegen", sagt er.

Grundsätzlich verbraucht das Unternehmen in den heißen Monaten mehr als in der Winterzeit. Das liegt vor allem an den Kühllagern, in denen kühlkettenpflichtige Arzneimittel sicher und ohne ihre Wirkung zu verlieren aufbewahrt werden, bis sie an Apotheken in ganz Deutschland verschickt werden. Über 4.000 Palettenstellplätze sind für die wärmeempfindlichen Medikamente wie etwa Impfstoffe sichergestellt. Um den Energieverbrauch der PharmLog zu erfassen, hat sich das Unternehmen Verstärkung geholt. Vor etwa sechs Jahren entschied man sich für eine VEA-Mitgliedschaft. "Ein Energiecheck bildete die Grundlage für unser weiteres Handeln in puncto Energieeinsparungen. Wir hatten die eine oder andere Maßnahme bereits von uns aus initiiert, aber irgendwann brauchten wir dann auch Hilfe von echten Profis. So sind wir an den VEA herangetreten." Ein Resultat der Verbrauchserfassung war es, eine sogenannte Leistungssteuerung einzuführen. Damit laufen die Heizungen im Unternehmen, die über die Gebäudeleittechnik geregelt werden, abgekoppelt, um Leistungsspitzen zu vermeiden.

Der Energieeinkauf ist ein wirklich komplexes Thema, da ist Expertenwissen gefragt

Ausschlaggebend für eine VEA-Mitgliedschaft sei darüberhinaus auch das Angebot gewesen, den Energieeinkauf über den Verband organisieren zu lassen, sagt Bittner. "Das ist wirklich ein komplexes Thema, da ist Expertenwissen gefragt." Die PharmLog nutzt die Möglichkeit, um Strom und Gas zu beschaffen. "Die Ausschreibungen, die auch eine Aufstellung über den günstigsten Anbieter und einen Vorschlag des VEA enthalten, entlasten uns arbeitsmäßig enorm. Am Ende muss man eigentlich nur noch einen Vertrag unterschreiben. Das ist einfach bequem. Das passt." Damit bleibt bei PharmLog genug Zeit, sich Gedanken um Energiesparmaßnahmen zu machen. "Grundsätzlich kann man immer noch mehr leisten, aber wir haben auch schon viele Pläne umgesetzt", sagt Frank Bittner. So werden etwa die Server-Räume im Winter durch Außenluft gekühlt. Warmwasser bereitet die PharmLog über von Druckluft abgeführter Wärme auf. Das derzeit größte Projekt aber ist der Austausch der 51-Watt-Leuchtstofflampen gegen LED-Lampen. "Der erste Hallenteil ist bereits mit der neuen Beleuchtung ausgerüstet. In den nächsten Jahren soll die komplette Hallenbeleuchtung umgebaut werden.

Nach unseren Berechnungen könnten wir damit den Energieverbrauch um beinahe die Hälfte reduzieren."Denn: Die Beleuchtung im Unternehmen verbraucht neben den Kühllagern die meiste Energie. Das hat zuletzt auch das Audit nach dem Energiedienstleistungsgesetz ergeben, das der VEA erst im September bei der PharmLog durchgeführt hat. Ein solches Audit schlüsselt die Energie auf, die in die verschiedenen Anlagen investiert wird. "Mit einem solchen detaillierten Anlagenkataster können wir zu 100 Prozent beziffern, wo die Energie hingeht: 20 Prozent geht in die Beleuchtung, 15 Prozent in die Kälteerzeugung etc. So sehen wir natürlich, wo wir noch nachbessern können. Nachdem Audit haben wir uns neue Ziele auf die Fahne geschrieben", sagt Bittner.

Logistik mit Qualität

PharmLog gehört zu gleichen Teilen zu den Gesellschaftern Bayer Vital GmbH, CHBS Boehringer Ingelheim, GlaxoSmith-Kline Pharma GmbH, Meda Pharma GmbH& Co. KG, Merck KGaA und Novartis Pharma GmbH. Zurzeit nutzen mehr als 15 Firmen die PharmLog.

Distribuiert werden ausschließlich Fertigarzneimittel, die dadurch gekennzeichnet sind, dass sie in gebrauchsfertiger Zubereitung, also etwa als Dragee oder Extrakt, in Umlauf kommen. Sie werden nicht von einem Apotheker hergestellt, sondern von pharmazeutischen Unternehmen. Ausschließlich Unternehmen mit einer deutschen oder europäischen Arzneimittelzulassung bzw.Registrierung dürfen Fertigarzneimittel in den Verkehr bringen.